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Beta Tester
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Das deutsche Kreuzergeschwader unter dem Kommando von Vizeadmiral Graf von Spee benötigt Kohle und hält Kurs auf Valparaiso (Chile). Nacht für Nacht werden Funktelegramme von den britischen Kriegsschiffen "Good Hope", "Monmouth" und "Glasgow" aufgefangen. Sie werden begleitet vom Hilfskreuzer "Otranto". Der britische Verband wird von Konteradmiral Sir Christopher Cradock befehligt. Der deutsche Begleitdampfer "Yorck" meldet aus Valparaiso das rechhaltige Vorhandensein von Kohle.

 

Außerdem teilt er Einzelheiten über den Standtort der britischen Kriegsschiffe mit. Beim Näherkommen an die Küste zieht Graf Spee seine Streitkräfte zu einer breiten Aufklärungslinie auseinander. Er versteht es sich von Anbeginn alle Vorteile zu sichern. Auf Befehl des Geschwaderchefs staffelt S.M.S. Nürnberg etwa 10 Seemeilen nach Land zu heraus, um so ein Entweichen des Gegners an der Küste entlang nach Norden zu verhindern. S.M.S. Dresden folgt als Verbindungsglied. S.M.S. Leipzig schert nach Steuerbord aus um eine Rauchwolke zu erkunden.

 

Um 16.17 Uhr hat man des erste mal Sichtkontakt zum Gegner, erst werden zwei, dann noch ein drittes Schiff ausgemacht. Die Briten drehen nach Westen.

Um 17.20 Uhr wird ein viertes Schiff ausgemacht. Es ist Cradocks Flaggschiff, die "Good Hope". Es setzt sich an die Spitze des Geschwaders und dreht nach Süden ab. Um 17.30 Uhr steigen die Topflaggen hoch und Cradocks Schiffe eröffnen das Feuer.

 

 

Um 18.33 Uhr eröffnen auch die deutschen Schiffe den Kampf und feuern. Nach der dritten Salve ist S.M.S. Scharnhorst eingeschossen. Zwischen dem vorderen 23,4 cm Geschützturm und dem Kommandoturm von H.M.S. Good Hope sitzt der erste Treffer, ein Brand bricht aus. Weitere Treffer  verwandelt das Schiff in eine Fackel. S.M.S. Gneisenau schießt sich auf H.M.S. Monmouth ein und ein Treffer sprengt ihr die Turmdecke ab und bringt die Bereitschaftsmunition zum Brennen, eine gewaltige Stichflamme schlägt empor.

 

Gegen 18.50 Uhr kann H.M.S. Monmouth seinen Platz in der Linie nicht mehr halten und schert nach Steuerbord aus. Um 19.20 Uhr verstummen ihre Geschütze und sie begann zu versinken. Gegen 19.23 Uhr erschüttert H.M.S. Good Hope eine gewaltige Explosion, nur noch vereinzelt fallen Schüsse. Im Schein der Brände erkennen die Deutschen, dass die letzte Explosion H.M.S. Good Hope das Vorderschiff abgetrennt hat.

 

Im letzten Moment hatte die Briten versucht ihre Torpedos einzusetzen, aber die Schiffe des deutschen Geschwaders konnten rechtzeitig ausweichen. Gegen 20.00 Uhr geht das Schiff zusammen mit Konteradmiral Sir Christopher Cradock an Bord unter. Bereits vorher ist die "Otranto" den Salven von S.M.S. Dresden ausgewichen und ist in westlicher Richtung davon gedampft. Auch H.M.S. Glasgow suchte sein Heil in der Flucht, S.M.S. Leipzig und S.M.S. Dresden nahmen sie gemeinsam unter Feuer und beschädigten sie schwer.

 

Die Nacht brach herein und der Nimbus der Unbesiegbarkeit der Briten seit Trafalgar 1805 war zerbrochen. Nach über 100 Jahren hatten die Engländer wieder eine Seeschlacht verloren. Der gesamte englische Schifffahrtsverkehr von Panama bis Punta Arenas wurde eingestellt. Die Versicherungsprämien schossen in die Höhe.

Die deutschen Schiffe des Kreuzergeschwaders Graf Spee hatten nur unwesentliche Schäden erlitten, jedoch über die Hälfte ihres Munitionsvorrates verschossen und keine Aussicht auf eine Ergänzungsmöglichkeit.

 

kommandanten_geschwada4afn.jpg

Nach dem Sieg bei Coronel ließ Graf Spee die Kommandanten zu sich auf das Flaggschiff kommen. Dieses Bild dürfte die letzte gemeinschaftliche Aufnahme des Admirals und der Kommandanten sein.

 

HMS Monmouth sinking under fire from SMS Nürnberg: picture by Lionel Wyllie

monmouth-sinking4ja2f.jpg

 

Nach dem Sieg bei Coronel lief Graf Spee mit S.M.S. ScharnhorstS.M.S. Gneisenau und S.M.S. Nürnberg am 03. November 1914 für 24 Stunden im chilenischen Valparaiso ein und wurde dort von Einheimischen und deutschen Aussiedlern jubelnd empfangen. Einer kriegsführenden Macht war seinerzeit nur das Einlaufen von gleichzeitig 3 Kriegsschiffen in einen neutralen Hafen erlaubt. Der englische Kreuzer Glasgow entkam dank überlegener Geschwindigkeit. Nach Umschiffung der Südspitze Südamerikas wurde das Schiff im brasilianischen Regierungsschwimmdock zur Reparatur eingedockt. Es durfte dort 6 Tage bleiben. Dies war ein Neutralitätsbruch zugunsten der Entente.

 

HMS Good Hope 

HMS-Good-Hope-3.jpg

 

SMS Scharnhorst 

main-guns-on-sms-schar6j0e.jpg

 

sms-scharnhorst-2xckg1.jpg

 

SMS Scharnhorst at the Battle of Coronel on 1st November 1914 by Claus Bergen

sms-scharnhorst-at-thecxth.jpg

 

 

 

santa-mariarwswp.jpg

 

Quellen:

 

+ www

Duel - Coronel and Falklands 1914

+ http://www.britishbattles.com/battle-of-coronel/

+ http://www.deutsche-schutzgebiete.de/seeschlacht_bei_coronel.htm

 

SMS Scharnhorst

smsscharnhorst5sphe.jpg

Quelle: forum

 

 

Edited by Trigger_Happy_Dad
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Eine herbe Klatsche für das deutsche Geschwader und zeigte deutlich auf, dass das Konzept Schlachtkreuzer der Briten voll aufging. Das britische Geschwader war zu keiner Zeit in ernster Gefahr vernichtet zu werden.

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Beta Tester
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Naja wenn ichs richtig interpretiere is 2,5:0 (Goodhope & Monmouth versenkt, Glasgow beschädigt) keine schlechte Ausbeute, zugegeben der Munitionsverschleiss plus die wie oben erwähnte Unmöglichkeit zum Aufstocken schränkte das Geschwader aufjedenfall ein.

 

Wie gewohnt n schönes Sammelsurium, danke Trigger !

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Beta Tester
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Eine herbe Klatsche für das deutsche Geschwader und zeigte deutlich auf, dass das Konzept Schlachtkreuzer der Briten voll aufging. Das britische Geschwader war zu keiner Zeit in ernster Gefahr vernichtet zu werden.

 

Du meinst sicherlich die Schlacht bei den Falklands am 8. Dezember 14?

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Ich glaub Walther bezieht sich eher auf das darauffolgende Gefecht bei den Falkland Inseln, wo das deutsche Geschwader dann praktisch vernichtet worden ist.

 

 


 

Admiral Sturdee hat mit den beiden, weit überlegenen Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible, die beiden deutschen Kreuzer nach langem Gefecht versenkt.

Wobei man hier festhalten muss, als die deutschen die Kampfentfernung verringern wollten (die deutschen 21cm Geschütze hatten eine geringe Reichweite als die britischen 30,5cm), um auch Treffer anzubringen (die Durchschlagsleistung der 21cm hätte bei der Panzerung der britischen Schlachtkreuzer ausgereicht) drehten die britischen Schiffe schnell ab (die Kanonieren der SMS Scharnhorst hatten mehrfach das begehrte Wettschießen der kaiserlichen Marine gewonnen und das wussten die Briten auch) und erhöhten die Reichweite wieder. Fast die gesamte Dauer hindurch feuerten die Briten auf Ihrer maximalen Reichweite, mit dem Ergebnis, dass nach dem Gefecht, fast ihr gesamter Munitionsvorrat verschossen war.


 

Aber hierzu kommt sicherlich auch noch ein ausführlicherer Beitrag.


 

Mfg

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[-I-N-]
Weekend Tester
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Oh ja, sorry Leute. Ich hab gestern so viele Schlachtberichte hier und auf Facebook gelesen, da kommt man langsam ins Straucheln :hiding:

 

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