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Druaka

Warum hat eigentlich die Deutsche Kriegsmarine ............

32 comments in this topic

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[-I-N-]
Weekend Tester
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Mir gehts nicht mal in erster Linie was versehentlich nicht richtig gemacht wurde- das sind Entscheidungen, die trifft man halt und da liegt man entweder richtig oder daneben- das sind die kleinen Unterschiede, die über Sieg der Niederlage entscheiden.

 

Die Entscheidung Kiew oder Moskau 1941 anzugreifen im Sommer war eine solche Entscheidung, die andersrum eben den Sieg über Russland bedeutet haben könnte. Es wurde sich halt anders entschieden.

 

Mir gehts in erster Linie um diese unsäglich dummen Entscheidungen, weil irgendwelche Großmannsüchtigen (Göring, diverse Generäle, der Gröfaz selbst) sich in Entscheidungen eingemischt haben, um sich selbst als das Genie darzustellen, dabei war offensichtlich, dass sie keine Ahnung haben.

 

Nichts was Göring versprochen hatte, wurde nur annähernd eingehalten! das Einzige was er hat einigermaßen einhalten können, war die Luftversorgung des Demjansker Kessels und das war das Todesutreil für die Stalingrader, weil er da eine städnige Luftbrücke versprochen hat, was unmöglich war. Berlin wurde 1940 bombardiert- brachte ihm ja den Namen Hermann Meier ein. Du sagst, er wollte dafür sorgen, dass Dünkirchen ausgebombt wird- hat man ja gesehen, wie gut das geklappt hat. Dann sein und Hitlers Wahn vom Sturzkampfbomber- alles was aus eigener Kraft fliegen konnte und auch nur ne Handgranate tragen konnte musste sturzflugfähig sein- siehe die HE-177- der Klotzt hätte das können sollen! Ein Bomber von 30 Meter Spannweite! Also mir sagt mein rudimentäres Realschulphysikverständnis, dass das schier unmöglich ist! Und dann zu guter Letzt der Strategiewechsel bei der Luftschlacht um England.

 

Alleine die Einmischungen Hitlers in Rüstungsprojekte und Feldzüge/Operationen sind schon schlimm genug. Da wurde aus Sympathien zu den Herstellern Aufträge vergeben (Porsche mit dem Tiger P/Ferdinand; Heinkel hat Bomber zu bauen, Messerschmitt Jäger- zu Ungunsten der HE-100 oder HE-280), da wurden völlig unsinnige Entwicklungsaufträge gegeben (Maus/E-100; Dora, z.Bsp.), oder eben aktuelle Entwicklungen nochmal kurzfristig umgeschmissen (ME-262 als Bomber, Ar 234 sturzflugfähig) und dann eben Dünkirchen (Panzer Stop), Malta (keine Luftlandeoperation), Stalingrad (Haltebefehl, selbst als Hoth zum Entsatz schon ganz nah war).

 

Das sind die groben Fehler, die begangen wurden. Nicht aus Unwissenheit, sondern aus Dummheit.

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Und für die Luftbrücke waren nichtmal genügend Flieger vorhanden.... Ich glaub 320 Flugzeuge wurden gebraucht und es waren maximal 250 vorhanden.....

 

Jopp die haben wirklich NUR scheise gebaut wo se konnten. MAUS ist da schon das beste Beispiel.... 200 Tonnen Stahl genug für 3 Tiger.... Das Gefährt an sich ist ein wahres Wunder aber es ist halt wertlos.

Ich glaube der Adolf hat auch eine Front in Russland auf 2 ziele aufgeteilt.... Auch so eine Hirnriss entscheidung. Der bau der V3. Hoch intressante Technik aber wiedermal Verschwendung hoch 10. (Ich weis ja nicht ob die überhaupt bekannt ist... https://de.wikipedia.org/wiki/Kanone_V3

 

Diese Dinge von der Führung waren echt zum davonlaufen.... Nurmal das Hin und Her bei der Graf Zeppelin war schon bezeichnend... In der heutigen Bürokratie würden die sich wohlfühlen das weiste aber...

 

Es wurden aber auch viele intressante Dinge versucht. Sowas wie die Tarn U-Boote. Oder die Nachtsichtgeräte auf Panther. Tiger P war ja auch son Versuch mit dem Benzinelektrischen Antrieb. Sehr intressant aber nicht das richtige für einen Krieg. Es gibt soviele Zukunftsweisende Ideen und Versuche das kann man aus heutiger Sicht agrnicht wirklich honorieren denn wir alle haben unseren Nutzen daraus. Kraftwerke haben heute noch Teile aus von den Nazis entwickelten Legierungen. Das sind die einzigen bei denen man weis das sie XXXXX Betriebsstunden durchhalten ohne Materialermüdung. Heutzutage macht niemand mehr diese teuren Dauertests also gibts auch so schnell keine Ersatzstoffe. Wie immer hat jedes Schwert 2 seiten. Auser Hiebschwerter aber wir sind ja Europäer also haben wir auch Stichwaffen!

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Weekend Tester
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Sehr gutes Thema, gefällt mir.

Wer ein bischen was wissen möchte warum die Wehrmacht solche erfolge erringen konnte obwohl sie die meiste zeit unterlegen war, den lege ich dieses buch ans Herz: http://www.amazon.de/Kampfkraft-Militärische-Organisation-deutschen-amerikanischen/dp/390247517X

 

@Demjansk:

Demjansk war der Untergang der Transportflotte, auch wenn sie es schaffte den Kessel zu halten, so war der Aderlass an Transportfliegern / Transportflugzeugen und Material so hoch das sich die Transportflotte davon nie wieder erholen konnte.

 

Viel mehr folgt wenn ich ein bissel zeit habe...

 

 

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Also ich würde mir, rein interessehalber, einen anderen Ausgang des WW1 wünschen. Das Wunder an der Marne fällt aus, Deutschland besetzt Paris. Mit England wird ein Friedensvertrag geschlossen, die Russen + Jugoslawien auf Grund der panslawistischen Machenschaften, die das Pulverfass Europa zur Explosion brachten, werden besiegt und finanziell zur Kasse gebeten (ähnlich wie die Franzosen 1870/71) und KuK schließt einen Waffenstillstand mit Italien und man einigt sich auf die Gebietsansprüche wie vor 1914.

 

Afrikanische Kolonien und Schutzgebiete werden neu/umverteilt und dann sollte es keine großartigen Kränkungen geben, die Zündstoff für einen neuen pllitisch motivierten Krieg bieten, zumindest für Mitteleuropa + Polen.

 

In Russland sollten definitiv die Komunisten dran kommen und das wäre das große Konfliktpotenzial für die 1940er Jahre. Und dann steht da ein mehr oder minder, durch wirtschaftliche Interessen, geeintes Europa gegen einen evtl. nach Westen hin expansiven Komunismus, von Russland ausgehend.

 

Ich glaube nicht, dass nach einem schnellen Sieg Deutschlands in 1914/15 die Reparationszahlungen so hoch ausgefallen wären (Bsp. deutsch-französischer Krieg 1870/71; oder deutsch-dänischer Krieg), dass man den Gegner so gedemütigt hätte, wie es die Entente mit Deutschland in Versailles getan hat. Demzufolge bleiben auch unzufriedene, gekränkte politische Aktivisten aus, wie die Nazis und Komunisten der 20er und 30er Jahre. Typen wie Hitler oder Ludendorff haben da einfach keinen Nährboden für ihre Nazischergen.

 

Und ein Deutschland ohne Nazis wäre mir geschichtlich viel lieber. Wir hätten keine geschichtliche "Genozid-Hypothek". Lieber wäre mir in der Grundschule eine schnieke Marineuniform zu tragen und einen Kaiser als Staatsoberhaupt zu dulden, wie jetzt irgendwelche krummen pseudodemokratischen Marionetten, die nur in die eigene Tasche arbeiten und die ihrer Lobbyisten.

 

Aber ab hier wirds viel zu politisch.

 

..dafür lasse ich mal ein fettes Plus da.

:medal:

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Der Plan der deutschen Regierung für einen schnellen Sieg über Frankreich (Septemberprogramm) hätte Versailles wie einen feuchten Händedruck unter Freunden aussehen lassen.

 

 Frankreich sollte durch einen Handelsvertrag in „wirtschaftliche Abhängigkeit gebracht werden.“ Belgien sollte wirtschaftlich und politisch zu einem deutschen „Vasallenstaat“ herabsinken. Weitere Nachbarn wie Dänemark, Holland und das zu diesem Zeitpunkt nicht existente Polen, sowie möglicherweise auch Schweden, Norwegen und Italien „unter äußerer Gleichberechtigung … aber tatsächlich unter deutscher Führung“ zollpolitisch verbunden werden.[5]

Darüber hinaus sah das Programm aber auch eine Reihe von direkten territorialen Veränderungen vor. Dazu gehörte die Übernahme der Erzfördergebiete um Longwy-Briey in Lothringen. In Belgien sollten Lüttich und Verviers an Preußen abgetreten werden. Luxemburg sollte seine Unabhängigkeit verlieren, deutscher Bundesstaat werden und um belgische Gebiete erweitert werden.

Holland sollte zwar Teil des deutsch beherrschten Mitteleuropas werden, aber ein anzustrebendes engeres Verhältnis müsse „bei der Eigenart der Holländer von jedem Gefühl des Zwanges für sie frei sein.“ Holland sollte äußerlich unabhängig bleiben, innerlich aber in Abhängigkeit von Deutschland stehen. Als Möglichkeit der Bindung dachte man an ein die Kolonien einschließendes Schutz- und Trutzbündnis.[6]

 

Man beachte, dass die Pläne auf Staaten erweitert wurden, die noch nicht einmal offiziell eine Kriegserklärung erhalten hatten (was ja überhaupt der Grund für das englische Eingreifen war) und sogar neutrale Staaten schon eine Rolle in dem neuen deutschen Hegemonialsystem inne haben sollten...

 

€: Im Spoiler mal der Volltext des Programms mit Markierungen meinerseits:

 

 

1. Das allgemeine Ziel des Krieges
Sicherung des Deutschen Reiches nach West und Ost auf erdenkliche Zeit. Zu diesem Zweck muß Frankreich so geschwächt werden, dass es als Großmacht nicht neu erstehen kann, Rußland von der deutschen Grenze nach Möglichkeit abgedrängt und seine Herrschaft über die nichtrussischen Vasallenvölker gebrochen werden.

II. Ziele des Krieges im einzelnen
1.Frankreich. Von den militärischen Stellen zu beurteilen, ob die Abtretung von Belfort, des Westabhangs der Vogesen, die Schleifung der Festungen und die Abtretung des Küstenstrichs von Dünkirchen bis Boulogne zu fordern ist. In jedem Falle abzutreten, weil für die Erzgewinnung unserer Industrie nötig, das Erzbecken von Briey.
Ferner eine in Raten zahlbare Kriegsentschädigung; sie muß so hoch sein, dass Frankreich nicht imstande ist, in den nächsten achtzehn bis zwanzig Jahren erhebliche Mittel für Rüstung anzuwenden.
Des weiteren: ein Handelsvertrag, der Frankreich in wirtschaftliche Abhängigkeit von Deutschland bringt, es zu unserem Exportland macht, und es ermöglicht, den englischen Handel in Frankreich auszuschalten. Dieser Handelsvertrag muß uns finanzielle und industrielle Bewegungsfreiheit in Frankreich schaffen - so, dass deutsche Unternehmungen nicht mehr anders als französische behandelt werden können.

2. Belgien. Angliederung von Lüttich und Verviers an Preußen, eines Grenzstriches der Provinz Luxemburg an Luxemburg.
Zweifelhaft bleibt, ob Antwerpen mit einer Verbindung nach Lüttich gleichfalls zu annektieren ist.
Gleichviel, jedenfalls muß Belgien, wenn es auch als Staat äußerlich bestehen bleibt, zu einem Vasallenstaat herabsinken, in etwa militärisch wichtigen Hafenplätzen ein Besatzungsrecht zugestehen, seine Küste militärisch zur Verfügung stellen, wirtschaftlich zu einer deutschen Provinz werden. Bei einer solchen Lösung, die die Vorteile der Annexion, nicht aber ihre innerpolitisch nicht zu beseitigenden Nachteile hat, kann franz. Flandern mit Dünkirchen, Calais und Boulogne, mit großenteils flämischer Bevölkerung diesem unveränderten Belgien ohne Gefahr angegliedert werden. Den militärischen Wert dieser Position England gegenüber werden die zuständigen Stellen zu beurteilen haben.

3. Luxemburg. Wird deutscher Bundesstaat und erhält einen Streifen aus der jetzt belgischen Provinz Luxemburg und eventuell die Ecke von Longwy.

4. Es ist zu erreichen die Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes durch gemeinsame Zollabmachungen, unter Einschluß von Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark, Österreich-Ungarn, Polen und eventuell Italien, Schweden und Norwegen. Dieser Verband, wohl ohne gemeinsame konstitutionelle Spitze, unter äußerlicher Gleichberechtigung seiner Mitglieder, aber tatsächlich unter deutscher Führung, muß die wirtschaftliche Vorherrschaft Deutschlands über Mitteleuropa stabilisieren.

5. Die Frage der kolonialen Erwerbungen, unter denen in erster Linie die Schaffung eines zusammenhängenden mittelafrikanischen Kolonialreichs anzustreben ist, desgleichen die Rußland gegenüber zu erreichenden Ziele werden später geprüft. [. . .]

6. Holland. Es wird zu erwägen sein, durch welche Mittel und Maßnahmen Holland in ein engeres Verhältnis zu dem Deutschen Reich gebracht wer- den kann. Dies engere Verhältnis müßte bei der Eigenart der Holländer von jedem Gefühl des Zwanges für sie frei fein, an dem Gang des holländischen Leben nichts ändern, ihnen auch keine veränderten militärischen Pflichten bringen, Holland also äußerlich unabhängig belassen, innerlich aber in Abhängigkeit von uns bringen. [... ] 

Fritz Fischer, Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18 (1961), Düsseldorf: Droste 1984, S. 93 f.

 

 

 

Edited by Mantelman

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