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togMOR

Kein gutes Jahr für Liebherr - Offshorekran kollabiert bei Abnahmetest im Rostocker Hafen

13 comments in this topic

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Während der Abnahme hat es heute nachmittag den Ausleger des kürzlich auf dem Errichterschiff Orion I fertiggestellte Schwerlast-Offshorekran vom Typ Liebherr HLC 295000 beim Lasttest zerlegt.

So wie sich die Sache momentan darstellt, scheint das Hakenensemble beim Hubtest mit einem 5000t Ponton nachgegeben zu haben, was dazu führte, das der daraus resultierende Impuls den 180m langen Ausleger zurückschnellen ließ und dieser dann nach hinten (zur Landseite hin) abknickte und mit Schmackes auf die Pier und das Arbeitsdeck des Schiffes krachte.

Es gab anscheinend glücklicherweise "nur" 5 Verletzte an Bord der Orion I.

 

 

 

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Vor 23 Minuten, togMOR sagte:

Während der Abnahme hat es heute nachmittag den Ausleger des kürzlich auf dem Errichterschiff Orion I fertiggestellte Schwerlast-Offshorekran vom Typ Liebherr HLC 295000 beim Lasttest zerlegt.

So wie sich die Sache momentan darstellt, scheint das Hakenensemble beim Hubtest mit einem 5000t Ponton nachgegeben zu haben, was dazu führte, das der daraus resultierende Impuls den 180m langen Ausleger zurückschnellen ließ und dieser dann nach hinten (zur Landseite hin) abknickte und mit Schmackes auf die Pier und das Arbeitsdeck des Schiffes krachte.

Es gab anscheinend glücklicherweise "nur" 5 Verletzte an Bord der Orion I.

 

 

 

 

Das tat weh! Mal sehen was nach gegeben hat, der Haken oder das Seil, denn so ruhig wie der Ponton im Wasser liegt, kann er nicht viel angehoben worden sein.

 

Es war das Seil: https://www.mopo.de/im-norden/rostock/unglueck-im-hafen-riesiger-ladekran-bricht-bei-5500-tonnen-test---fuenf-verletzte-36637250

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Vor 53 Minuten, linkum sagte:

Das tat weh! Mal sehen was nach gegeben hat, der Haken oder das Seil, denn so ruhig wie der Ponton im Wasser liegt, kann er nicht viel angehoben worden sein.

Nach dem, was ich hintenrum aus "offiziellen" Quellen vernommen habe, waren sie wohl gerade erst beim Anziehen ... also die 5500t waren offensichtlich noch nicht ganz erreicht.

Aktuell geben die verschiedenen Augenzeugen anscheinend wahlweise Haken und/oder Lastseil als Fehlerquelle an.

 

Da das Ereignis in einem deutschen Hafen stattfand, wird der Unfall auch vom BSU untersucht werden. Warten wir mal ab, was dabei herumkommt.

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Man konzentriert sich auf den Haken: 
https://www.rnd.de/panorama/uberseehafen-rostock-schwerlastkran-sturzt-auf-schiff-funf-verletzte-bis-zu-100-millionen-euro-schaden-F636THNUMEZGBKDJOEGFOSS5YM.html?outputType=amp

 


...

Im Zuge erster Ermittlungen sei der Haken des Krans sichergestellt worden. „Nach gegenwärtigem Stand ist davon auszugehen, dass der Haken vermutlich durch einen Materialfehler gebrochen ist und so diesen Unfall verursacht hat“, so der Sprecher.

 



Ach ja, im Februar hatte Liebherr schon zwei Krane im Hafenbecken von Rostock versenkt:

https://www.swp.de/blaulicht/ulm-neu-ulm/liebherr-kran-unfall-zwei-mobilkrane-von-liebherr-stuerzen-ins-hafenbecken-von-rostock-bergung-durch-super-kran-43263594.html

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Vor 11 Minuten, Fichtenmoped sagte:

naja, bei den beiden gehe ich eher von einem Fehler bei der Beladung aus, da ist die Schiffscrew verantwortlich. Zu schnell oder zu langsam Gegenfluten reicht da schon, will heißen, ein verstopftes Pumpensieb oder ein verklemmtes Ventil können da die Ursache sein, Fehler in der Bedienung ebenso.

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Da ist der Haken (von ner fremdfirma geliefert) gerissen und danach nach hinten zurückgeschnappt. 

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Bin ja gespannt, ob sie die "Schadensbeseitigung" vor Ort vornehmen oder das Schiff nach Abschluß der Untersuchung und vorbereitenden Sicherungsarbeiten woanders hin verholt, sprich aus Rostock weg.

Immerhin ist das zerknüllte Ungetüm weithin und aus dem halben Stadtgebiet sichtbar. Von der öffentlichen Wahrnehmung her ist das natürlich ein Albtraum für Liebherr, auch wenn die Firma vielleicht nicht per se die Hauptverantwortung an dem Vorfall tragen mag.

 

Da der Unfall erst 2 Tage zurückliegt, gibt es aktuell noch keinerlei einsehbaren Vorgang auf den entsprechenden Seiten von BSU und dem panamesischen Register.

 

@linkum @Fichtenmoped

Die beiden Kräne, die im Januar von der Jumbo Vision ins Wasser geplumpst worden sind, gehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das Konto des Schiffes.

Die Untersuchung durch die BSU zu diesem Fall läuft unter dem Aktenzeichen 23/20 Weniger schwerer Ladungsunfall https://www.bsu-bund.de/DE/Aktuelles/laufendeUntersuchungen/laufendeUntersuchungen_node.html

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Es tut sich was ...

Die mit der Bergung beauftragte Spezialfirma hatte bis Mitte November den oberen Teil des Auslegers (also das, was quasi über dem A-Bock hin abgeknickt war) entfernt und den Restausleger gesichert.

Anschliessend daran wurde die Orion I verholt und liegt nun am Liegeplatz 15. Dort wurde bzw. wird mit Hilfe des firmeneigenen, schienengebundenen Schwerlastkrans TCC 78000 der auf dem Schiff verbliebene untere Teil des Auslegers und auch der A-Bock entfernt bzw. weitestgehend zurückgebaut.

Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, soll der Kran auftragsgemäß neu aufgebaut werden.

Die Vorarbeiten dazu (Reparatur der direkten Schäden am Schiff selbst) sind den Pressemitteilungen nach wohl schon im gange und sollen Anfang 2021 abgeschlossen sein.

Danach kann dann mit dem Neuaufbau des HLC 295000 auf der Orion I begonnen werden.

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Die Orion I hat am Freitag (?) nach Warnemünde zum Liegeplatz 8 knapp vor dem alten Werftbecken verholt, vermutlich um den bisherigen LP 15 bei Liebherr im Überseehafen freizumachen.

Ob das Schiff nun erstmal in Warnemünde am Passagierterminal verbleibt, oder es sich um eine temporäre Verlegung handelt, ist nicht bekannt.

orion_2.thumb.jpg.b5237566d9a5a451928044781eea425a.jpg

 

Vom havarierten Kran selbst ist nichts mehr zu sehen, da wurde alles oberhalb des Kransockels verschrottet bzw. zurückgebaut. Einzig der zerstörte Laufsteg um den Drehkranz herum und die Aufschlagstelle der Hakentraverse zeugen noch vom Ereignis.

orion_3.thumb.jpg.b5d49351c0f2f3eff46d2e0f582c37a4.jpg

 

Um die Technik im Inneren des Kransockels vor der Witterung zu schützen, hat die Säule ein Leichtbaudach bekommen.

orion_1.thumb.jpg.77e1ad3c34b262b755a05ad6dd2f2e62.jpg

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Am Sonntag hat sich die Orion I "heimlich, still und leise" von dannen geschlichen und liegt nun seit Montag vor Gdansk vor Anker.

Weitere Details hab ich bislang nicht herausfinden können.

orion1.thumb.jpg.f96714009064717e9f5590a82f38f78f.jpg

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