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Atasco

Die kuriose Geschichte der USS William D. Porter (DD-579)

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Die USS William D. Porter (DD-579) war ein Zerstörer der US-Marine im 2. Weltkrieg und gehörte zur Flechter Klasse.

 

Die USS William D. Porter wurde am 7. Mai 1942 in Orange, Texas auf Kiel gelegt. Am 27. September 1942 lief sie vom Stapel. Taufpatin des Zerstörers war Mary Elizabeth Reeder. Unter dem Kommando von Lieutenant Commander Wilfred A. Walter wurde das Schiff am 6. Juli 1943 in Dienst gestellt.

 

Kurz nach der Indienststellung verließ USS William D. Porter Orange und nahm Kurs auf Kuba. Nach Abschluss der Erprobungsfahrten lief der Zerstörer am 7. September in Charleston ein. Nach Beendigung von Reparaturen verlegte sie nach Norfolk und führte zusammen mit anderen Schiffen der Atlantikflotte Gefechtsübungen durch.

 

Am 12. November 1943 verließ das Schiff Norfolk, um sich am nächsten Tag mit der USS Iowa zu treffen, das sich mit Präsident Franlin D. Roosevelt an Bord auf dem Weg zu den Konferenzen von Kairo und Teheran nach Nordafrika befand.

Beim Ablegen in Norfolk wurde der Anker der USS William D. Porter nicht korrekt eingezogen, woraufhin der Anker über das Deck eines angelegten Schwesterschiffes gezogen wurde und unter anderem die Reling, ein Rettungsboot und die Kommandantenpinasse dieses Schiffes schwer beschädigte.

 

Am 13. November 1943 fuhr der aus vier Schiffen bestehende Verband auf Grund der durch deutsche U-Boote ausgehenden Gefahr unter strikter Funkstille, als eine nicht gesicherte Wasserbombe vom Deck der USS William D. Porter ins Wasser fiel und explodierte. In der Annahme eines U-Boot-Angriffs führten die übrigen Schiffe des Verbandes Ausweichmanöver durch, bis der Zerstörer die Funkstille brach und die Ursache der Explosion mitteilte.

Kurz nach diesem Vorfall traf das Schiff auf eine aussergewöhnich hohe Welle, die das Deck überspülte, alle nicht verzurrten Gegenstände sowie ein Besatzungsmitglied von Bord wusch und den Ausfall eines Kessels verursachte. Infolgedessen fiel die USS William D. Porter weit zurück und verzögerte die Weiterfahr des ganzen Verbandes. Die Suche nach dem über Bord gegangenen Besatzungmitglied verlief erfolglos.

 

Am 14. November 1943 wurde auf Roosevelts Wunsch an Bord der USS Iowa eine Flugabwehrübung durchgeführt. Anschließend führten die Zerstörer einen simulierten Torpedoangriff auf das Schlachtschiff durch. Durch ein Versäumnis von Torpedoman Dawson an Bord der USS William D. Porter verließ ein scharfer Torpedo das Rohr #3 und lief auf die USS Iowa zu. Um die Funkstille nicht zu brechen, wurde zur Übermittlung der Warnung der Signalscheinwerfer eingesetzt, wobei es zu Fehlern bei der Übertragung des Spruches kam, da der USS Iowa zuerst mitgeteilt wurde man habe einen Torpedo abgefeuert, jedoch in die der USS Iowa entgegengesetzen Richtung. Als man versuchte dies zu korrigieren teilte man der USS Iowa stattdessen mit, man fahre nun mit voller Kraft rückwärts, was zu einiger Verwirrung führte. Erst durch Brechen der Funkstille konnte die USS Iowa über die Gefahr informiert werden und ein Ausweichmanöver durchführen. Präsident Roosevelt bat seinen Personenschutz vom Secret Service, den Rollstuhl auf die Seite des Schlachtschiffes zu schieben, damit er den Torpedo beobachten konnte, während seine Leibwächter mit gezogenen Pistolen den Torpedo in Visier nahmen. In der Annahme, es handele sich um ein Attentat auf den Präsidenten, richtete die USS Iowa ihre Geschütze auf den USS William D. Porter. Durch das Ausweichmanöver in letzter Sekunde verfehlte der Torpdo jedoch die Iowa und der Torpedo explodierte in ca. 3000 Yards (ca. 2700 Meter) Entfernung im Kielwasser der USS Iowa.

Erstmals in der Geschichte der US Navy wurde mit der USS William D. Porter die gesamte Besatzung eines Schiffes unter Arrest gestellt., und der Zerstörer wurde nach Bermuda entlassen. Zwar fehlte dem Verband damit ein Teil des Geleitschutzes, aber man war anscheinend zu dem Schluss gekommen, das die USS William D. Porter für den eigenen Verband eine grössere Gefahr darstelle als der Feind. Als der Zerstörer in Bermuda einlief, wurde das Schiff von US Marines umstellt. In der Kriegsgerichtsverhandlung wurde Torpedoman Dawson zu vierzehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Der Kommandant und einige Offiziere wurden zu Landdienststellen versetzt. Präsident Roosevelt, der den Vorfall als Unfall einschätzte, intervenierte und bat um Aussetzung der Strafe.

 

Aufgrund dieses Zwischenfalls hatte das Schiff in der Folgezeit einen sehr schlechten Ruf und manche betrachteten eine Versetzung auf dieses Schiff als Strafe. Von anderen Einheiten der US-Marine wurde das Schiff scherzhaft mit dem Funkspruch “Don’t shoot, we’re republicans” (deutsch: „Nicht schießen, wir sind Republikaner“) begrüßt.

 

Am 4. Januar 1944 lief die USS William D. Porter in Adak ein und führte von dort bis zu 10. Juni 1944 hauptsächlich U-Boot Jagd in den Aleuten durch. In dieser Zeit wurde sie ihrem Ruf dadurch gerecht, das einige betrunkene Matrosen der USS William D. Porter eines der Hauptgeschütze des Schiffes abfeuerten und die Granate im Garten des Basiskommandanten detonierte, der gerade eine Offiziersparty abhielt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

 

Am 10. Juni 1945 wurde die USS William D. Porter bei Okinawa Opfer eines Kamikazeangriffs. Um 08:15 Uhr stieß ein einzelnes Aichi DA3 Val.Sturzkampflugzeug aus den Wolken auf sie herab. Die USS William D. Porter konnte dem Flugzeug ausweichen, das direkt neben ihr ins Meer stürzte, jedoch unter Wasser seinen Weg fortsetzte und unter ihr explodierte. Durch die Explosion wurde der Zerstörer aus dem Wasser gehoben. Mehrere Dampfrohre brachen und das Schiff verlor den Antrieb. Zusätzlich brachen Feuer aus. Nach drei Stunden musste die Besatzung die Versuche aufgeben, das Schiff zu retten. Zwölf Minuten, nachdem der Befehl zum Verlassen des Schiffes gegeben worden war,, krängte die USS William D. Porter nach Stuerborg und versank übers Heck. Einmal hatten sie dann doch Glück: Beim Untergang des Schiffes verlor kein Besatzungsmitglied sein Leben.

 

 

https://www.warhistoryonline.com/instant-articles/the-curious-tale-extremely-jinxed-ship.html

https://taskandpurpose.com/history/wwii-naval-ship-unlucky-almost-killed-fdr

https://de.wikipedia.org/wiki/USS_William_D._Porter_(DD-579)

 

Porter1.jpg

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