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ssalem

Mein Spitzenreiter der Sieben Weltmeere...

47 comments in this topic

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Aye ihr Landratten,

ich eröffne hier einen thread über Wasserfahrzeuge aller Art aus welchem Einsatzgebiet auch immer und auch schnuppe aus welcher Epoche, hier geht es einzig und alleine um deinen persönlichen Favoriten, poste einfach ein Bild und nen kurzen Infotext dazu um welches Ungetüm es sich hier genau handelt und warum es bei dir an erster Stelle steht.

Bin mal echt richtig gespannt auf eure "Schätzchen" - was ihr so rauskramt und "hammer" oder auch "kurios" findet...

Dann beginne ich mal mit meinem absoluten Platzhirsch:

 

Der/ Die/ Das Ekranoplan

ekranoplan04.jpg

Geschichte:

Auch bekannt unter dem Namen Kaspisches Seemonster war ein Bodeneffektfahrzeug-Typ, welches vom sowjetischen Schiffs- und Flugzeugkonstrukteur Rostislaw Jewgenjewitsch Alexejew entworfen wurde.

Es wurde in den Jahren 1964 und 1965 in Gorki entwickelt und gebaut. Sein "Erstflug" erfolgte am 18. Oktober 1966.

Bei einem Flug erreichte es ein Gesamtgewicht von 544 Tonnen, damaliger Rekord.

Den Spitznamen „Kaspisches Seemonster“ erhielt es 1967 vom US-amerikanischen Geheimdienst, der es auf Satellitenfotos entdeckten und zunächst nichts mit dem Gefährt anzufangen wussten

Konstruktion:

Es hatte eine Länge von etwa 100 m, eine Spannweite von 40 m und besaß bei maximaler Zuladung ein Gewicht von rund 550 Tonnen. Der Antrieb erfolgte durch insgesamt zehn Strahltriebwerke, von denen acht über dem Cockpit und zwei am Heck angebracht waren. Die vorderen acht wurden hauptsächlich für den Start benötigt, während die hinteren beiden als Marschtriebwerke dienten. Das Monster erreichte üblicherweise Geschwindigkeiten von gut 400 km/h.

Technische Daten

Kenngröße Daten (KM-1)
Länge: 92,00 m
Flügelspannweite: 37,60 m
Spannweite des Höhenleitwerks: 37,00 m
Höhe: 21,80 m
Flügelfläche: 662,50 m²
Leergewicht: 240 t
Maximales Startgewicht: 544 t
Triebwerk: zehn Dobrynin-WD-7-Strahltriebwerke
Höchstgeschwindigkeit: 500 km/h
Reisegeschwindigkeit: 430 km/h
Maximaler Schub: 10 × 13.000 kg
Flugreichweite: 1.500 km
Flughöhe: 4–14 m

Die im Internet zu findenden Angaben variieren stark, da das KM mehrfach modifiziert wurde und daher Maße zwischen 92 und 106 Metern hinsichtlich der Länge und zwischen 32 und 40 Metern bezüglich der Breite erreicht wurden.Quelle: Wikipedia und What is ekranoplan

Ganz Klar MEIN persönlicher Favorit, sieht geil aus und ist recht schnell für ein "Boot":trollface:

 

 

 

 

Edited by ssalem
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Ich weiß dass jetzt einige lachen werden, aber das wunderschönste Wasserfahrzeug der Seefahrt...eines was in der Tat wirklich sexy ist  für mich der


 

Typ XXI


 

_KMA1910b2-2.jpg


 

Der U-Boot Typ XXI kann als eine der einflussreichsten Konstruktionen in der Geschichte des U-Bootbaus betrachtet werden und bis zur Einführung der Atom-U-Boote ein Jahrzehnt später setzte der Typ XXI Maßstäbe und

war seiner Zeit weit voraus. Obwohl Turbinen mit geschlossenem Kreislauf als auch Dieselmotoren Mitte der Vierziger Jahre bereits eingeführt waren, mussten diese doch noch weiterentwickelt werden,

bis sie effektiv in Unterseebooten genutzt werden konnten. Der Typ XXI stellte also trotz seines wegweisenden Konzepts letztendlich nur eine Zwischenlösung dar, die mit dem elektrischen Antrieb

größtenteils bereits eingeführte Technologien nutzte. Allerdings war der Typ XXI von vornherein auf den Einsatz unter Wasser optimiert und so bekam der Druckkörper über etwa einen Drittel der

gesamten Länge einen nach unten hin ausgebeulten Rumpf, so dass dieser im Querschnitt wie eine umgekehrte Acht aussah. Dadurch konnte eine gegenüber den bisherigen Tauchbooten

dreifach höhere Batteriekapazität für die Unterwasserfahrt eingebaut werden, so dass der Typ XXI eine um einiges höhere Unterwassergeschwindigkeit erreichte.

Die Hauptantriebsaggregate wurden durch sogenannte Schleichmotoren ergänzt, die es dem Typ XXI ermöglichten sich fast geräuschlos unter Wasser fortzubewegen.


 

Admiral Dönitz billigte den Entwurf für die Typ XXI-Boote am 13. Juni 1943 und ein Bauprogramm über 300 Boote wurden sofort in Auftrag gegeben, später sollten es 1.300 Boote werden.

Im Rahmen eines ehrgeizigen Programms sollten letztendlich 1.500 Einheiten (U 2500 bis U 4000) in Sektionsbauweise gefertigt werden, drei Schiffe pro Woche.

Aus diesem Grunde wurden die meisten anderen U-Boot-Programme der Reichsmarine gekürzt oder zumindest storniert.


 

Wie bereits erwähnt war der U-Boot-Typ XXI speziell für den Unterwassereinsatz ausgelegt. Beispielsweise fehlten ihm größere Bordkanonen, dafür verfügte er aber über umfangreiche

Ortungsgeräte, die hohe Batteriekapazität und ein ausgeklügeltes Schnorchelsystem. Da die Boote die gesamte Patrouillenzeit unter Wasser verbringen sollten, um nicht von mit Radar

ausgerüsteten Aufklärern entdeckt werden zu können, wurden der Schnorchel hauptsächlich dazu eingesetzt, die Batterien mit den Dieselmotoren wieder aufzuladen.

Das U-Boot verfügte über jeweils zwei MAN Dieselmotoren, die über Wasser zum Antrieb genutzt wurden oder um die Batterien für die Elektromotoren aufzuladen.

Es waren zwei Batterien mit je drei mal 62 Zellen pro Teilbatterie vorhanden deren Kapazität 11.300 Ah pro Zelle bei 20 stündiger Entladung betrug.

Mit diesen Batterien wurden die zwei Hauptelektromotoren unter Wasser angetrieben, oder bei Schleichgang die zwei Schleichmotoren, die durch

ein System von 12 Keilriemen und eine Reibungskupplung direkt auf die Hauptantriebswelle wirkten.


 

Die U-Boote hatten eine Konstruktionstauchtiefe von 135 m, was die 2,5-fache Sicherheit gegen eine Zerstörungstauchtiefe ergab. Das U-Boot U 2506 führte am 26. April 1945 einen Tauchtiefenversuch

mit 220 m Tauchtiefe durch, wobei keine besonderen Vorkommnisse gemeldet wurden. Jedoch implodierte ein "druckfester" Schlauchbootbehälter; das Gleiche passierte auf U 2529 am 8.Mai 1945

bei einer Tiefe von 190 m. Es war zudem geplant, eine Schwebeanlage und eine automatische Tiefensteuerung einzubauen. Die Schwebeanlage wurde bei U 2502 und U 2518 erprobt und die automatische

Tiefensteuerung kam bei U 2511, dem ersten in Dienst gestellten U-Boot des Typs XXI, versuchsweise zum Einbau.


 

Für den Unterwassereinsatz war eine Anzahl an verschiedenen Ortungsgeräten vorhanden. Unter anderem das SU®-Gerät "Nibelung" für die aktive Richtungs- und Entfernungsbestimmung von Schiffen

mit Hilfe kurzwelliger Schallimpulse sowie das Gruppenhorchgerät (GHG), ein unter dem Bug angeordnetes Horchgerät. Durch die Kombination von aktiven und passiven Unterwasserortungsgeräten

konnte ein Torpedoabschuss ohne Verwendung des Sehrohrs geschehen.

Die Flugabwehrbewaffnung bestand aus einem vorderen und einem hinteren drehbaren Flakturm im Turm. Wobei jeder Flakturm mit zwei 20 oder 30 mm Kanonen ausgerüstet war.

Zur Schiffsbekämpfung hatten die Boote 6 Bugtorpedorohre, die mit Torpedos und Minen geladen werden konnten. Der Typ XXI verfügte aber nicht über Hecktorpedorohre,

wie es noch die Vorgängerboote, wie z. B. der Typ VII oder IX, hatten. Mit der Torpedoschnellladeeinrichtung des Typ XXI konnten 18 Torpedos innerhalb von 20 Minuten abgefeuert werden.


 

Bei diesem neuen Boots-Typ brauchte auch die Besatzung nicht mehr, wie bei den "alten" Booten, im Bugtorpedoraum unter primitivsten Verhältnissen hausen, denn hier gab es vom technischen Bordbetrieb

abgetrennte Schlaf- und Wohnräume. Außerdem gab es, drei komfortable WC´s mit Fäkalientanks, einen großzügig ausgestatteten Waschraum, Dusche und UV-Beleuchtung.

Weiterhin sorgte eine vollautomatische Lüftungsanlage und eine neuartige wirkungsvollere Lufterneuerungsanlage, für bessere Luftverhältnisse an Bord.


1944 wurden zwei Varianten des Typs XXI entwickelt, die sich hauptsächlich durch die stärkere Bewaffnung unterschieden, aber nie gebaut wurden. Der Typ XXI B sollte weitere sechs Torpedorohre im Bug

erhalten, drei auf jeder Seite, die jedoch im Winkel von 10 Grad zur Mittelachse des Bootes achteraus schossen. Typ XXI C mit einer geplanten Länge von 83 m sollte sogar 18 Torpedorohre haben.

Sechs Bugrohre zum Vorausschuss und zwölf Rohre in zwei Gruppen zu je drei Rohren auf jeder Seite, die, wie bei Variante XXI B, achteraus schossen. Die zusätzlichen Torpedorohre sollten

beim Typ C durch den Einbau einer weiteren Sektion untergebracht werden.


 

Weitere Versionen des Typ XXI (XXI D, XXI E und XXI T) kamen nie über die Planungsphase hinaus und wurden auch nicht weiter untersucht. Obwohl 170  U-Boote des Typs XXI gebaut wurden, kamen nur

wenige zum Einsatz und mehrere Boote konnten bereits in heimischen Gewässern von alliierten Flugzeugen versenkt werden.

Insgesamt erlebten 12 Boote eine Feindfahrt: U 2501-U 2504 sowie U 2506 (gebaut bei B+V), U 3001-U 3004 (AG Weser) und U 3501-U 3503 (Schichau). Nach dem Krieg wurde das von den Alliierten

durch Jagdbomber beschädigte und am 4. Mai 1945 selbst versenkte Typ XXI U-Boot U 2540 wieder gehoben und restauriert bzw. modernisiert.  U 2540 wurde dann 1958 der Bundesmarine

übergeben und 1960 in "Wilhelm Bauer" umbenannt. Es ist das einzige heute noch erhaltene U-Boot des Typs XXI und liegt seit 1984 als Technikmuseum in Bremerhaven.


 

Daten


 

U 2501- U 2564     Werft Blohm & Voss Hamburg

U 3001 - U 3063    Werft Deschimag Bremen

U 3501 - U 3695     Werft Schichau Danzig


 

Verdrängung aufgetaucht   1621 t

Verdrängung getaucht        1819 t


 

Maße LxBxH                        77 x 8 x 6,2


 

Torpedorohre                       6 Bugrohre 53,3 cm


 

Torpedos                             23 Torpedos oder 17 bzw 12 Minen - je nach Typ


 

Motoren                                2 MAN Diesel

                                             2 SSW E Motoren + 1 für Schleichfahrt


 

Geschwindigkeit                  15,5 kn aufgetaucht

                                             17,5 kn getaucht

                                             3,5 kn getaucht Schleichfahrt


 

Reichweite                           15000 sm bei 10 kn aufgetaucht

                                             350 sm bei 5 kn getaucht


 

Max Tauchtiefe                     280 m ( Werftangabe )


 

Flak                                        4 x 3 cm Zwilling ( wegen Mangel an 3 cm Waffen wurden jedoch 2 cm Geschütze verbaut )


 

Crew                                      57 Mann


 

Besonderheiten                     Radar, Sonar, akustische Entfernungsmessanlage, Teleskopschnorchel, versenkbare Zwillingsgeschütze

 

 

Edit: Wenn hier außerhalb dieses Threads jemand das Wort U-Boot in den Mund nimmt werde ich trotzdem zur rasenden Wildsau :izmena:

 

 

 

 

Edited by Derbysieger
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DS Blümlisalp (1906)

 

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Vor meiner Haustüre liegt der Thunersee (Schweiz) und da habe ich bereits in den Jugendjahren die Geschichte des Schaufelrad-Dampfers verfolgt. In einem Trockendock vor sich hin rosten, konnte das Schiff vor der Verschrottung gerettet werden. Wurde komplett überholt und konnte dann 1992 wieder in den Schifffahrtsplan aufgenommen werden..

 

Ein wunderschönes Schiff welches ich schon zig-mal auf dem See betrachten durfte und durch seine Eleganz für mich persönlich der Spitzenreiter!

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Mein erstes Boot. Ich habe es geliebt!

 

Das Knatterboot

 

 

Das Knatter-, Putt-Putt- oder Puff-Paff-Boot ist ein Spielzeugboot mit Wasserimpulsantrieb (Dampfjetantrieb, Pulsarmotor, pulsed waterjet). Der einfache Motor kommt ohne bewegte Teile wie Kolben, Ventile oder Räder aus. Als Energiequelle dient eine Kerze oder eine andere Wärmequelle. Am Heck des Bootes ragen unterhalb der Wasserlinie zwei Rohre nebeneinander und parallel heraus. Durch die Rohre wird Wasser angesaugt und wieder ausgestoßen. Obwohl genauso viel Wasser angesaugt wie ausgestoßen wird, gibt es eine positive Impulsbilanz, die das Boot vorwärtstreibt. Ursache des positiven Impulses bezogen auf das Boot als Bilanzhülle ist die Tatsache, dass das Wasser zwar aus allen Richtungen angesaugt, aber bevorzugt in eine Richtung wieder ausgestoßen wird. Beim Ansaugen entsteht somit - eher - eine kugelsymmetrische und damit impulsneutrale Senke, beim Ausstoßen ein impulsbehafteter Freistrahl.

 

Funktionsprinzip des Motors

 

Flachverdampfer

Eine verbreitete Konstruktion des Motors ist in den Bildern oben dargestellt: Ein flach-linsenförmiger Verdampfer (gelb) aus verlötetem Kupferblech ist horizontal über der Flamme positioniert. Von zwei Stellen des Verdampfers laufen die Rückstoßröhren (dunkelgrau) zum Heck des Bootes, wo sie unterhalb der Wasserlinie ein Stück ins Wasser reichen. Die zweite Röhre ist für die Funktion nicht notwendig, sie erleichtert jedoch die luftblasenfreie Befüllung mit Wasser zur Inbetriebnahme.

Erreicht das Wasser im kleinen Verdampfer den Siedepunkt, wird es unter der beständigen Erwärmung durch die Kerze sehr rasch verdampfen. Der Überdruck des (Heiß-)Dampfes beschleunigt das Wasser in den Röhren, das schwungvoll nach hinten ins Freie ausgestoßen wird.

Zu Ende der Ausstoßphase hat sich der ehemals unter Überdruck stehende Heißdampf unter dem Schwung der Strömung in den Rohren auf etwas unter Umgebungsdruck entspannt und dadurch deutlich abgekühlt.

Der Überdruck der Umgebung ist nun maximal und es beginnt unter Richtungsumkehr kaltes Wasser von außen in die Rohre einzuströmen. An der im Rohr nun fortschreitenden Wasserfront kondensiert nun eine relevante Menge Dampf, sodass hier Unterdruck aufrechterhalten und der Wasserstrom weiter in Richtung Verdampfer gepresst wird. Unter dem dadurch aufgebauten Schwung des Flüssigkeitstroms in den Röhren wird zuletzt Wasser in den kleinen Verdampfer eingespritzt.

Die Temperatur der in der Zwischenzeit weiterhin der Flamme zugewandten Seite des - von flüssigem Wasser - leeren Verdampfers hat sich in der Zwischenzeit mangels Wärmeabfuhr deutlich erhöht. Die Wärmekapazität des Verdampfers hilft das eingespritzte und durch Dampfkondensation vorgewärmte Wasser sehr rasch zu verdampfen. Ein neuer Zyklus beginnt.

Diese Bootsmodelle funktionieren mit einer recht stabilen Pulsationsfrequenz in der Größenordnung 1–10 Hz.

Physikalisch kann ein solcher Antrieb als Oszillator gesehen werden, der vom Wärmestrom der Flamme energetisch gespeist wird. Geschwindigkeit der Wasserströmung im Rohr, Dampfmenge und Druck in der Dampfphase, Temperaturen an der Wandung von Verdampfer und Rohr schwanken rhythmisch und phasenverschoben, denn die verschiedenen Energiereservoirs wechselwirken gekoppelt über die Trägheiten von Masse, Wärmekapazität und die Phasenübergänge Sieden und Kondensieren. Vom Medium Wasser gehen noch die hohe Verdampfungsenergie und seine Viskosität ein.

 

Geräuscherzeugung

Das charakteristische namensgebende knatternde Geräusch des Bootes entsteht nicht direkt durch den Verdampfungsvorgang, sondern durch eine spezielle Konstruktion des Verdampfers: Die Oberseite ist aus Federstahlblech wie beim Knackfrosch oder aus Messingblech ausgeformt. Bei den schnellen Druckwechseln springt diese Oberseite hin und her und erzeugt dabei jeweils ein knackendes Geräusch.

 

Schraubenverdampfer

Eine einfachere, aber genauso effiziente Konstruktion des Knatterboots basiert auf einer einzigen dünnen Kupfer-, Messing- oder Aluminiumröhre von etwa drei bis vier Millimetern Innendurchmesser. Die Röhre wird im Mittelteil so zu einer Schraube gewunden, dass die beiden Enden parallel und gleich lang abgehen. Die Schraube dient als Verdampfer. Ein Schraubenverdampfer arbeitet geräuschlos und kann ein Boot bei entsprechender Energiezufuhr – beispielsweise durch einen Spiritusbrenner – auf Geschwindigkeiten von 10 bis 20 Zentimeter pro Sekunde beschleunigen.

Am Verdampfer ist das Rohr mindestens auf Siedetemperatur des Wassers aufgeheizt. An den Jetdüsen hat das Rohr Wassertemperatur. Am Meniskus, der Wasserdampf-zu-Wasser-Grenze, laufen folgende Prozesse ab: Durch den Wasserdampfdruck wird das Wasser in Richtung Jetdüsen gepresst. Die vorher mit Wasser gefüllten Rohrabschnitte sind so kühl, dass der Wasserdampf kondensiert. Nach der Kondensation besteht wegen des Volumenunterschieds von Wasserdampf zu Wasser ein Unterdruck zum Luftdruck, und der Meniskus bewegt sich wieder in Richtung Verdampfer.

 

Quelle Wikipedia

 

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für mich ist es dieses prachtstück:

 

USS_Harry_S._Truman_CVN-75.jpg

 

der us-flugzeugträger harry s. truman cvn-75

 

auch wenn ich sie in wows nicht fahre, ich finde diese schiffe faszinierend. größe, kosten, unterhalt, technik...alles so typisch 'murica.

 

die truman hab ich 2006 vor lissabon gesehen. obwohl "gesehen" relativ ist. vom torre de belem war das teil einfach nicht zu übersehen, ein paar kilometer vor der bucht liegend, auf versorger wartend.

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für mich ist es dieses prachtstück:

 

USS_Harry_S._Truman_CVN-75.jpg

 

der us-flugzeugträger harry s. morgan cvn-75

 

auch wenn ich sie in wows nicht fahre, ich finde diese schiffe faszinierend. größe, kosten, unterhalt, technik...alles so typisch 'murica.

 

die truman hab ich 2006 vor lissabon gesehen. obwohl "gesehen" relativ ist. vom torre de belem war das teil einfach nicht zu übersehen, ein paar kilometer vor der bucht liegend, auf versorger wartend.

 

Ich hab den Namen mal korrigiert :trollface:

 

Dann mal mein persönliches Schätzchen. Ist zwar etwas betagter, aber ihr Gehölz hat schon viel Geschichte gesehen und miterlebt und es freut mich, dass so ein Stück Geschichte nicht irgendwo auf dem Grund des Meeres vor sich hingammelt!

 

HMS-Victory-facts.jpg

 

H.M.S. Victory, Flaggschiff Admiral Nelson in der Schlacht von Trafalgar :honoring:

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Die H.M.S. Victory ist ja mal nen richtiges Schmuckstück, die würd ich mir ja gerne mal aus der Nähe ansehen wollen.

 

btw: Der Harry S. Morgan Joke war mein erster Lacher des Tages, danke dafür. ;)

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 ihr Gehölz hat schon viel Geschichte gesehen und miterlebt

 

 

so ein spruch mußte ja vom lattenverkäufer kommen!

 

danke für die namenskorrektur...kaffee uffe tasta!

 

SIE [edited]! :teethhappy:

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[BAZI]
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Da wir hier zur "Entspannung" sind, werf ich mal diesen Riesenpott ins Rennen:

rci_al-aerial097.jpg

 

Die Allure of the Seas. Aktuell das größte Kreuzfahrtschiff der Welt mit Platz für bis zu 5.400 Passagier (+ 2.100 Mann Besatzung)...

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Wie sicherlich bei vielen anderen hier, ist's bei mir die Yamato. :rolleyes:

 

1024px-Yamato1945.png

 

Ich mag aber auch die Aurora, da ich das Glueck hatte, die schon iRL zu beaugapfeln.

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Meine Favoritin ist sie hier, die R.M.S. Titanic und ihre beiden Schwesternschiffe.

 

v5boi554.jpg

 

Seitdem ich denken kann, interessiere ich mich für das Schiff.

Für mich ein typisches Dampfschiff und das schönste Passagierschiff, das je gebaut wurde. Ganz anders als die schwimmenden Hotels heute.

 

Geschichte um das Schiff dürfte ja bekannt sein.

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DS Blümlisalp (1906)

 

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13082564.jpg

 

Vor meiner Haustüre liegt der Thunersee (Schweiz) und da habe ich bereits in den Jugendjahren die Geschichte des Schaufelrad-Dampfers verfolgt. In einem Trockendock vor sich hin rosten, konnte das Schiff vor der Verschrottung gerettet werden. Wurde komplett überholt und konnte dann 1992 wieder in den Schifffahrtsplan aufgenommen werden..

 

Ein wunderschönes Schiff welches ich schon zig-mal auf dem See betrachten durfte und durch seine Eleganz für mich persönlich der Spitzenreiter!

 

Der Stolz der eidgenössischen Marine! 

 

/edit: mein persönlicher Favorit ist wohl die Scharnhorst. Einerseits weil ich noch nie auf "das Größte/Krasseste/Stärkste" abgefahren bin, andererseits wegen quasi persönlicher Beziehung zu dem Schiff. Mein Großvater mütterlicherseits war Teil einer Geschützbedienung (Mittelartillerie oder schwere Flak) an Bord, musste aber vor der letzten Feindfahrt der Scharnhorst an Land im Lazarett zurückbleiben, wegen einer akuten Lungenentzündung. Bekanntlich überlebten nur 36 der fast 2000 Mann Besatzung die Versenkung des Schiffs.

Interessanterweise ist meine bessere Hälfte über die mütterliche Linie dann auch noch Teil des weitverzweigten Stammbaums der Familie Scharnhorst und ärgert sich, dass sie nicht mehr diesen traditionsreichen Namen tragen kann.

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Mit Sicherheit keine Augenweide, da ich aber selbst einige Zeit darauf gearbeitet habe, mein Lieblingsschiff.

 

3000_080108_1_astoria_seite_1000.jpg

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Meine Favoritin ist sie hier, die R.M.S. Titanic und ihre beiden Schwesternschiffe.

 

v5boi554.jpg

 

Seitdem ich denken kann, interessiere ich mich für das Schiff.

Für mich ein typisches Dampfschiff und das schönste Passagierschiff, das je gebaut wurde. Ganz anders als die schwimmenden Hotels heute.

 

Geschichte um das Schiff dürfte ja bekannt sein.

Kennst du das Video denn schon?

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Ich mag aber auch die Aurora, da ich das Glueck hatte, die schon iRL zu beaugapfeln.

dito. reichlich unspektakulär, wenn man in st.petersburg dann davor steht, oder? :teethhappy:

 

wir so: und das ist also das berühmte schiff, daß dereinst eine der größten änderungen der weltgeschichte "begonnen" hat? gibts das auch in groß?

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Ich habe ehrlich gesagt zwei Spitzenreiter. Einer im zivilen Bereich, einer im militärischen.

 

Der zivile ist dabei das selbe Schiff wie das von RepublicThunderbolt, die RMS Titanic. Für die Gründe, warum ich sie mag, es sind die selben wie bei Republic. :P

 

kj8l8YEIVU.png

 

Der militärische Spitzenreiter ist bei mir ohne weiteres das deutsche Typ VII U-Boot.

 

r1gv7KTzb1.png

Für mich einfach eines der schönsten und optisch elegantesten U-Boote. Zudem gibt es noch einen familiären Bezug.                ....und natürlich "Das Boot"! :izmena:

 

Ein paar Daten:

 

  • Verdrängung: Gesamtformverdrängung 1.050 m³
    • über Wasser 761 Tonnen
    • unter Wasser 865 Tonnen
  • Länge: insgesamt 67,1 m, Druckkörper 50,5 m
  • Breite: insgesamt 6,2 m, Druckkörper 4,7 m
  • Geschwindigkeit bei Äußerste-Kraft-Fahrt:
    • über Wasser 17,6 Knoten
    • unter Wasser 7,6 Knoten
  • Reichweite:
    • über Wasser 6.500 sm (12.000 km) bei 12 Knoten
    • unter Wasser 80 sm (150 km) bei 4 Knoten
  • Besatzung: 44–52 Mann
  • Mitgeführte Torpedos: 14
  • Tauchtiefe: 100 m (Konstruktionstauchtiefe)
    • 165 m (Prüfungstauchtiefe)
    • 250 m (rechnerische Zerstörungstauchtiefe; nach heutigen Kenntnissen betrug die Zerstörungstiefe mindestens 280 m)

 

Zudem konnte es knappe 72 Stunden am Stück tauchen (die späteren Schnorchelvarianten mal ausgelassen).

 

Im Endeffekt könnte man sagen, ich bin die perfekte Mischung aus RepublicThunderbolt und Derbysieger (letzerer auch, weil ich es gerne habe, wenn das Derby gewonnen wird).:teethhappy:

 

 

 

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Der Name bezieht sich auch auf DAS Derby zwischen der Frankfurter Eintracht und den Oxxenbacher Figgers :teethhappy:...Von daher alles OK

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Der Name bezieht sich auch auf DAS Derby zwischen der Frankfurter Eintracht und den Oxxenbacher Figgers :teethhappy:...Von daher alles OK

 

Jeder hat halt ein anderes Derby.....   und Lieblingsschiff, um gekonnt beim Thema zu bleiben.:)

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Hallo zusammen.....

 

eines meiner Lieblingsschiffe weil ich selbst drauf gefahren bin. Jagdboot der Thetis Klasse....Name: Theseus.

765660.jpg

 

Hier noch ein Link falls jemand ein paar Infos mehr haben möchte: http://de.wikipedia.org/wiki/Thetis-Klasse_%28Klasse_420%29

 

Ahoi :honoring:

Raggy

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Es gibt Derbys und Derbys.....das Verhältnis istb jedoch in etwa........so


 

Vermutlich hat sie nicht gewusst, was sie anrichtete, die Schwimmerin Antje Buschulte, als sie im Aktuellen Sportstudio des ZDF die Plastikkugeln für die Partien der ersten Runde des DFB-Pokals zog. Fast 20 Jahre lang waren wir davon verschont geblieben, unsere edlen Adlerträger in das Elendsviertel an unserem östlichen Stadtrand schicken zu müssen. Nur unsere Amateure vor dem Derby: Anmerkungen zum Verhältnis Frankfurt / Offenbach hatten in dieser Zeit hin und wieder ein Punktspiel in jener Bruchbude auszutragen, welche die Einheimischen mit dem ihnen eigenen Realitätssinn gerne als "Fußballtempel" bezeichnen und der sich dem objektiven Betrachter doch nur als billige Bausünde präsentiert.

Wir hatten schon geglaubt (und mit einer gewissen Erleichterung registriert), dass es nie wieder zu einem Pflichtspiel der ersten Mannschaften dieser zwei so ungleichen Vereine kommen würde. Nun aber bescherte die Pokalauslosung der Region ein Spiel, das - ja das eigentlich niemand so richtig braucht.

Viele Menschen - in der Regel jene, die außerhalb Frankfurts geboren und aufgewachsen sind - halten die Begegnung zwischen der Eintracht und den Kickers für ein "normales" Derby, das seinen Reiz eben, wie jedes Derby, aus der "besonderen Rivalität" der beiden Städte beziehe.

Das ist Unfug, wer so etwas behauptet, hat keine Ahnung von der Geschichte unserer Region. Ähnlich unsinnig ist die immer wieder auftauchende Behauptung, das Verhältnis zwischen Frankfurt und Offenbach (bzw. Eintracht und Kickers) habe erst aufgrund von Ereignissen in vergleichsweise jüngerer Zeit - z.B. Endspiel 1959 - an Brisanz gewonnen. Auch solche Aussagen treiben einem echten Frankfurter die Zornesröte ins Gesicht. Fgv nimmt daher das nun anstehende "Derby" zum Anlass, ein für allemal mit derartigen Missverständnissen aufzuräumen - und die ganze schreckliche Wahrheit über das Elendsviertel zu enthüllen.

Eintracht gegen Kickers ist kein "normales" Derby. Bei allen anderen bekannten und für brisant gehaltenen Derbies begegnen sich entweder zwei Mannschaften aus derselben Stadt (Bayern vs. 1860; HSV vs. St. Pauli) oder eben aus benachbarten Städten, die sich jedoch mehr oder weniger "auf Augenhöhe" begegnen können (Dortmund/ Gelsenkirchen oder Nürnberg/Fürth oder Köln/ Düsseldorf, wobei im letzteren Falle wegen des Niedergangs der Fortuna sich die fußballerischen Rivalitätsgefühle der Domstädter nunmehr nach Leverkusen verschoben haben).

Frankfurt und Offenbach hingegen haben sich in weit über 1000 Jahren noch nie, auch nicht annähernd, "auf Augenhöhe" gegenübergestanden.

Immer schon war Offenbach nur ein kleines, lästiges, hässliches und, vor allem, total unbedeutendes Anhängsel, das sich hartnäckig an unserem östlichen Stadtrand hielt. Beliebt wie eine Stechmücke, vom Nutzwert eines Parasiten.

Es ist deshalb schon von der Terminologie her verfehlt, von einer "historischen Rivalität" zwischen Frankfurt und Offenbach zu sprechen.

Frankfurt konnte und musste zu keiner Zeit und in keinerlei Hinsicht jemals Offenbach als "Rivalen" ansehen. Ungleicher als Frankfurt und sein hässliches Furunkel am östlichen Stadtrand können menschliche Siedlungen nicht sein, seit sich der Homo sapiens vor Jahrtausenden entschloss, das Nomadentum aufzugeben und sesshaft zu werden...

Die Gefühle, die seit jeher Frankfurter und Offenbacher füreinander empfinden, sind daher gewiss nicht die einer wie auch immer gearteten "Rivalität". Aber wie lässt sich am zutreffendsten beschreiben, was man diesseits und jenseits des Kaiserleikreisels voneinander hält?

Nun, wie bei so vielen anderen Fragen des Verhältnisses verschiedener Völker zueinander, scheint auch hier ein Blick auf die Geschichte lehrreich, wenn nicht gar unerlässlich. Es soll ja die Gegenwart nicht verstehen können, wer sich nicht mit der Vergangenheit befasse, heißt es schließlich.

Und die Beschäftigung mit der "Offenbacher Stadtgeschichte" ist durchaus amüsant und aufschlussreich. Soweit sich überhaupt Materialien hierzu finden lassen, denn auch die Geschichtsschreibung gehört zu den Kulturtechniken, die in Offenbach nicht gerade auf einen üppig fruchtbaren Boden treffen...

Das wenige aber, was zur "Offenbacher Stadtgeschichte" bekannt ist, fügt sich rasch zu einem einheitlichen Bild: Offenbach kam immer zu spät, Offenbach war immer völlig unbedeutend. Niemand hat sich je für diesen weitgehend nutz- und wertlosen Flecken Erde interessiert, keiner schenkte ihm je Beachtung. Das geht nun schon seit mehr als eintausend Jahren so. Was immer man auch in Offenbach unternahm oder unternehmen wollte - es ging schief. Das, und nur das, ist der rote Faden, der sich durch Offenbachs Geschichte zieht.

Jede Stadt, die etwas auf sich hält, hat eine "Gründungsgeschichte" - mehr oder weniger historisch belegt und im übrigen angereichert durch Mythos, durch tradierte Volkserzählung. Romulus und Remus gründeten Rom, und die Franken entdeckten auf der Heimkehr von einem Feldzug gegen die Sachsen eine Furt über den Main und gründeten darauf hin Frankfurt.

Wer aber wann und aus welchem Grund Offenbach gründete, ist unbekannt. Man weiß es einfach nicht, und im Grunde interessiert's ja auch keinen. 1977 "feierte" Offenbach sein 1000-jähriges Bestehen. Und das nur, weil im Jahre 977 erstmals eine Urkunde die Existenz einer Siedlung Offenbach erwähnt. In besagter Urkunde wurden übrigens Teile des Dorfes verschenkt. Schon damals also war der Müll nichts wert.

Frankfurt war zu dieser Zeit schon lange eine "richtige" Stadt mit Mauern und Gräben (838 errichtet), nachdem hier Karl der Große 794 einen Königshof erbauen ließ. Frankfurt beherbergte das kaiserliche Kammergut und wurde (843) Hauptstadt des ostfränkischen Reichs. Von dem in der Schenkungsurkunde 977 erstmals erwähnten Offenbach weiß die Geschichtsschreibung hingegen bis zum Jahr 1372 überhaupt nichts mehr zu berichten.

Offenbach an Frankfurt verpfändet

Auf ungeklärte Weise war dieses unbedeutende Nest in den Besitz derer zu Falkenstein übergegangen. Philipp von Falkenstein lieh sich im Jahre 1372 von der Stadt Frankfurt 1.000 Gulden und verpfändete dafür Offenbach an den Rat der Stadt Frankfurt!

Das war damals gar kein so ungewöhnlicher Vorgang, und auf ähnliche Weise sind bspw. Bornheim und Oberrad "eingemeindet" worden.

Glücklicherweise erkannten die damaligen Frankfurter Stadtväter bereits, welch Ei man ihnen ins Nest zu legen versuchte. Die Eingemeindung Offenbachs lehnte Frankfurt dankend ab - statt einer "Verwertung" des Pfandes forderte man von Falkensteins lieber die Rückzahlung des Darlehens: Philipp von Falkenstein musste zahlen und blieb auf seinem Müllhaufen namens Offenbach sitzen.

Sein Sohn Graf Werner von Falkenstein, der wenig später dieses nichtsnutzige Stück Land im Nachlass vorfand, errichtete "zur Rache" eine Zollgrenze und versuchte, die nach Frankfurt zur Messe anreisenden Händler und Kaufleute abzukassieren. Obendrein begann er, in Offenbach eigene Münzen prägen zu lassen (und das, obwohl das Dorf Offenbach zu dieser Zeit aus weniger als 100 Häusern bestand!). Dieser neidvolle und Hasserfüllte Blick auf den übermächtigen, glanzvollen und prosperierenden Nachbarn Frankfurt, der lächerliche Versuch, es ihm gleichzutun - dieses Verhaltensmuster des Grafen Werner von Falkenstein hat sich bis heute bewahrt.

Zum Beispiel beim "Anhang" der Offenbacher Kickers...

Anschließend (nach dem Tode des Werner von Falkenstein) ging Offenbach in den Besitz des Grafen von Isenburg über. Die Isenburgs, welche für die nun folgenden etwa drei Jahrhunderte das zweifelhafte Vergnügen hatten, Offenbach ihr eigen nennen zu müssen, gehörten eher in die Rubrik des damals schon verarmten Landadels. Offenbach blieb so das ärmliche und unbedeutende Nest, das es seit jeher war. Irgendetwas Nennenswertes weiß jedenfalls die seriöse Geschichtsforschung aus Offenbach auch während des Mittelalters nicht zu berichten. Wenn sich überhaupt mal ein Geschichtsbuch mit Offenbach befasst, liest sich das so: "Offenbach ist eine Provinzstadt, kein Zweifel. Und es ist nicht einmal eine jener Provinzstädte, die vom Pathos vergangener höfischer Repräsentationsbedürfnisse zehren können. Seine Fürsten waren es gewohnt kleine Brötchen zu backen. Nie war es tonangebend, wie die glänzenden Residenzen es sein konnten, wie es die Metropolen sind für weites Land. Es konnte nicht Zentrum werden, weil es selber im Vorfeld eines Zentrums wuchs, angelehnt und eingezwängt."

Offenbach wird österreichisch

Als Napoleon Kriege, Macht und Einfluss verlor, sollte die europäische Landkarte 1815 in der sog. "Wiener Konferenz" der Mächte Europas neu geordnet werden. Deutschland wird in eine große Zahl souveräner Einzelstaaten aufgeteilt, Frankfurt behält den Status als "Freie Stadt" und wird als solche sogar Hauptstadt des neu gegründeten "Deutschen Bundes".

Und Offenbach? Keiner wollte Offenbach haben; und so wurde es dem österreicherischen Kaiserreich (!) zugeschlagen...

Auch in Wien merkte man aber bald, was man sich da eingefangen hatte. Nur etwa ein Jahr lang gehörte Offenbach zu Österreich, dann trat man es 1816 "großzügig" an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt ab - dieses war mit dem mächtigen Österreich verbündet und konnte deshalb das üble Geschenk wohl nicht ablehnen. 1828 hatte man mal wieder die Wahnidee, mit Frankfurt konkurrieren zu wollen. Offenbach schloss mit Preußen ein Zollabkommen und erklärte sich zur Messestadt. Ein kläglich gescheiterter Versuch: Auch Frankfurt trat dem preußischen Zollverein bei, und schon 1836 ging die Offenbacher Messe wieder ein. Wie gesagt: das Wenige, das man von der Offenbacher Geschichte weiß, ist eine Geschichte voller Pleiten, Pech und Pannen.

Die preußische Neuordnung Hessens 1866 und die von Preußen ausgehenden Gründung des Deutschen Reichs 1871 führten dann leider dazu, dass erstmals in der Geschichte beider Städte keine Landes- bzw. Fürstentumsgrenze mehr zwischen Offenbach und Frankfurt verlief. Ein Zustand, der bedauerlicher Weise bis heute anhält...

Wer ist der "größte Sohn" Offenbachs?

Diese ewige Bedeutungslosigkeit, diese ständigen Niederlagen, das Nicht-ernst-genommen-Werden - all das hat sich tief ins kollektive Bewusstsein der Offenbacher eingeprägt. Auf keinem Gebiet menschlichen Daseins - weder in Wissenschaft noch Kultur noch Wirtschaft noch Politik - hat jemals ein Offenbacher irgendetwas geleistet, das überregional auch nur Beachtung gefunden hätte. Wer ist eigentlich "der größte Sohn Offenbachs"?

Was ist eine herausragende Leistung eines Offenbachers?

Auf welchem Gebiet hat ein Offenbacher jemals Großes oder wenigstens Erwähnenswertes geleistet?

Fragen, zu denen es keine Antwort gibt. Diese Stadt hat nichts, aber auch gar nichts - weder ein eigenes Theater noch eine eigene Telefonvorwahl. In all den Jahrhunderten brachte Offenbach zustande: - nichts, gar nichts, nur Ödnis und gähnende Leere.

Frankfurt hingegen - Kaiserresidenz, freie Reichsstadt, Ort der Kaiserkrönungen, Stadt des Handels und der Messe, der Bildung, der Künste - wuchs und gedieh. In Frankfurt entwickelte sich das freie Bürgertum, hier prosperierten Wirtschaft und Geist, gründete man Messe und Universität, wurde man DAS mitteleuropäische Handelszentrum. In Frankfurt tagte (in der Paulskirche) das erste deutsche Parlament, Frankfurt ist die Geburtsstadt Goethes, die Heimat der Buchmesse und der Deutschen Bibliothek, hier entstand die "Frankfurter Schule" um Adorno, Marcuse u.a., Rainer Werner Faßbinder ist Frankfurter (und Eintrachtfan!) gewesen usw. usf. – Offenbach hingegen ist intellektuell über das Niveau von Jimmy Hartwig und Hermann Nuber nie hinausgekommen.

Wie lassen sich also nun die Gefühle beschreiben, die Frankfurter und Offenbacher wechselseitig füreinander hegen? Mit "Rivalität" hat das, wie einleitend schon erwähnt, nichts zu tun (einen Rivalen nimmt man ernst - welcher Frankfurter hätte aber jemals schon einen Offenbacher ernst genommen?). Vielmehr eher so: Die Offenbacher entwickeln Hass und Neid auf uns, sie spüren ihre Unterlegenheit auf allen Gebieten. Diese Ohnmachts- und Minderwertigkeitsgefühle werden durch pubertäre Machtphantasien kompensiert.

Das bringt zuweilen skurrile Ergebnisse (man könnte auch sagen: Totgeburten) hervor, wie bspw. die Münzen Werner von Falkensteins, die "Offenbacher Messe" von 1828 oder den OFC Kickers von 1901... Auch dass sich die Offenbacher "Stadtväter" wie trotzige Kinder jahrzehntelang weigerten, dem FVV beizutreten (nur wegen des Namens "Frankfurter Verkehrsverbund"), passt in dieses lächerliche Bild. So wie die unbeholfenen Versuche der Offenbacher, sich ähnlich wie der Rest der Menschheit mittels eines Automobils fortzubewegen (dass die Beherrschung des Autofahrens die intellektuellen Fähigkeiten des Durchschnittsoffenbachers weit überfordert, erkennen wir leidgeplagten Frankfurter täglich auf unseren Straßen).

Wir Frankfurter empfinden die Offenbacher hingegen vor allem als lästig. Die natürlichste Gefühlsregung wäre zwar Mitleid; dies wird aber durch das penetrante Verhalten dieser Möchtegern-Städter verhindert. Nachdem Offenbach in Jahrhunderten noch nicht einen Beweis seiner Daseinsberechtigung geben konnte, wäre es unbestreitbar das Sinnvollste, diese "Stadt" einfach aufzulösen und von der Landkarte verschwinden zu lassen. Leider (wenn auch verständlicherweise) ist aber niemand bereit, die Offenbacher aufzunehmen, weswegen wir das Elendsviertel an unserem östlichen Stadtrand wohl noch eine Weile hinnehmen müssen...

Notfalls nehmen wir es halt mit Humor. So wie im 19. Jahrhundert der Frankfurter Heimatdichter (übrigens: hat es jemals einen Dichter gegeben, der aus Offenbach stammte?) Friedrich Stoltze:

"Was is des Offebach for e Stadt!
Die hawe´s ganz in der Näh gehat
un hawe´s verbaßt von Aabeginn,
daß se net aach von Frankfort sin.".

Das Derby Eintracht - Kickers

Diesen kulturgeschichtlichen Hintergrund muss man kennen, um das Verhältnis Eintracht/Kickers richtig einzuordnen. Beide - Eintracht wie Kickers - sind in diesem Sinne seit jeher würdige Vertreter ihrer Städte.

Die Eintracht war und ist immer wieder für glanzvolle Taten bekannt; zwar fehlt es ihr an Beständigkeit, aber nicht an Höhepunkten glanzvoller Spielkultur (Meisterschaft 1959/Europapokal 1960, die Siebziger, der UEFA-Cup 1980, die frühen Neunziger...).

Die Kickers hingegen haben nie "Traumfußball" gespielt. Gewiss, es gab durchaus hin und wieder einen mehr oder minder spektakulären Erfolg, wie bspw. die Vizemeisterschaft 1959. Diese wurden aber äußerst unspektakulär errungen, bieder kickten sich die Kickers voran. Sie hatten nie einen Nationalspieler, kein Offenbacher hat jemals glanzvoll Fußball gespielt. Ihr Idol ist - wie bezeichnend - Hermann Nuber, ein Metzgermeister.

Mehr muss man nicht - und mehr kann man auch nicht – zu Offenbacher "Fußballkunst" sagen.

In Ermangelung sonstiger Fähigkeiten versuchen sie (Horst Gregorio Canellas in der Saison 70/71!), durch Bestechung und Bescheißen in der Bundesliga zu bleiben; doch selbst mit diesen Mitteln klappt's nicht...

Weswegen der beleidigte Südfrüchtehändler sodann den sog. "Bundesligaskandal" aufdeckt - womit er zwar nicht seinen Drecksverein rettet, es aber immerhin schafft, als erster (und bislang letzter) Offenbacher jemals bundesweit Aufsehen erregt zu haben...

 

 

  • Cool 1

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es geht hier um schiffe, nicht um fußball! pöser derby!

 

Frankfurt liegt am Wasser, da gibt es Schiffe. :P

 

ist mir eindeutig zu lang der Post, gibts das auch in kurz? :P

 

Wenn ich es richtig verstanden habe, scheint Derbysieger ein Frankfurter (kein (!) Offenbacher) zu sein, der seinen Nachbarort als...... "unwürdig" zu existieren betrachtet....... glaube ich zumindest.....

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Wenn ich es richtig verstanden habe, scheint Derbysieger ein Frankfurter (kein (!) Offenbacher) zu sein, der seinen Nachbarort als...... "unwürdig" zu existieren betrachtet....... glaube ich zumindest.....

 

Das wäre aber, solltest du mit deiner Annahme recht haben, ein sehr verrücktes Gedankengut seinerseits, denn Offenbach ist doch die viel schönere Stadt und dem weitaus besserem Fussball. :hiding:

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