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Found 2 results

  1. CurtisNewton

    Tier II – Tátra

    So, dann erbarme ich mich mal, weil mir die Sache am Herzen liegt. Ich habe schließlich knapp zwei Jahre in Cisleithanien gelebt. Hier bitte die Diskussionsbeiträge zur Tátra, dem einzigen österreichisch-ungarischen Schiff, dass es derzeit erforschbar gibt. So schaut sie aus: Hier hätten wir die Wiki-Seite: https://wiki.wargaming.net/en/Ship:Tátra Bisher nur auf Englisch verfügbar. Das sind die ausgebauten Eckdaten, ohne spezielle Kommandantenfertigkeiten: Dem ersten Anschein nach ist sie ein Torpedoboot, da sie auf ihren beiden Geschützen sitzenbleibt, egal welcher Rumpf verbaut ist. Sieht man sich die Geschützdaten der anderen Zerstörer auf ihrer Stufe an, stehen die Geschütze als solche nicht schlecht da: Sie bietet die zweitbeste Kampfentfernung mit 9,1 km, nur ausgestochen von der Storoschewoi mit ihren 9,7 km. Gleichzeitig sind Geschützstellzeit und Brandwahrscheinlichkeit ordentlicher Durchschnitt, auch der Schaden pro Granate ist im allgemeinen Rahmen. Dazu kommt eine Nachladezeit, die nur von Smith und V-25/Longjiang unterboten wird (Tátra: 4,5 s; Smith: 3,5 s, V-25/Longiang: 4,0 s). Es sind halt leider nur zwei Kanonen. Rasanz und Genauigkeit habe ich nicht berücksichtigt, da es zumeist auf diesen Stufen nur kleine Karten gibt, wodurch diese Daten nur bedingt ins Gewicht fallen (und ich bin nicht Little White Mouse). Die geringe Kartengröße drückt natürlich auch die Bedeutung der Kanonenreichweite. Die Torpedobewaffnung ist ganz pan-europäischer Gimmick: Sie hat die schnellsten mit 55 Knoten (54 Knoten waren bisher Bestwert, bei Sampson und Smith), die gleichzeitig aber nur ein wenig kitzeln: 4200 Schaden ist unterste Kategorie. Nächstschwächster Torpedo vom Schaden her ist der von Sampson und Smith, der immerhin 6033 bietet. 2x3 ausgebaute Rohre bedeuten die zweitmeisten Aale, die man in eine Richtung auf die Reise schicken kann: Nur die Storoschewoi kann gleich 9 werfen, alle anderen Boote mögen vielleicht mehr Rohre haben, die aber nicht beliebig ausgerichtet werden können. Der größte Pferdefuß neben dem geringen Schaden ist die Nachladezeit von 40 Sekunden, was die längste Nachladezeit aller Boote ist; die V-25 braucht als nächstschwächster Zerstörer 38 Sekunden. Gut sieht es mit der Struktur aus: 8100 Punkte der Tátra bedeuten zwar nur knapp unter Durchschnitt, aber wenn man berücksichtigt, dass dieser Durchschnitt durch die Umikaze (10300) und die Sampson (9100) nach oben gezogen wird, und die meisten Boote unter 8000 herumschippern, dann sieht es gar nicht sooo übel aus. Von den reinen Leistungswerten sieht sie erst einmal etwas mau aus, gerade wenn man sie mit den beliebtesten Robbenkeuler-Geräten vergleicht: Umikaze und V-25/Longjian sind schneller, wobei die beiden deutschen Boote auch noch einen engeren Wendekreis haben. Wenn man allerdings die Gesamtheit aller Zerstörer auf Stufe II ansieht, kommt etwas Erstaunliches zu Tage: Die Tátra liegt bei Geschwindigkeit, Wendekreis und Ruderstellzeit unter dem Durchschnitt bzw. ziemlich genau darauf (der Durchschnitt errechnet sich einschließlich der Longjiang, die diesbezüglich ein Clon der V-25 ist, und einschließlich der beiden Premiumzerstörer Tachibana und Smith: 32,3 Knoten, 473 m Wendekreis, 2,2 s Ruderstellzeit. Ohne Longian gehen alle Werte noch nach oben). Das sollte aber eher als Hinweis darauf verstanden werden, dass die beiden Ur-Zerstörer – Umikaze und Sampson – einen irrsinnigen Wendekreis haben, wie man ihn sonst nur noch ansatzweise beim russischen Geradeausfahrer Storoschewoi und bei der Smith findet. Damit ist die Tátra in dieser Hinsicht nur die Pixel gewordene Verdeutlichung des Power-Creep. Was mich betrifft, habe ich mich insbesondere nach der CV-Umstellung verstärkt auf Stufe II herumgetrieben, bis ich mir wieder einen Ruck gab, und oben weitermachte. Dort unten geht es oft eigenartig zu, gerade, wenn man keinen Welpenschutz mehr genießt und nicht wie in NA sowieso nur gegen Bots fahren muss. Daher fand ich es erst einmal sehr ansprechend, Rot-Weiß-Rot auf Stufe II setzen zu können, und ich hatte mir auch eigentlich vorgenommen, für die gelegentliche Runde zwischendurch dort vorbeizuschauen. Dazu dann noch der sehr ansprechende Look des Kommandanten, der genau zum Boot passt. Ich bin jetzt eben eine Runde gefahren, um die beiden Module zu erforschen, und habe sogar gewonnen. Das ist auf Stufe II immer etwas Glückssache, wenn die V-25-Dichte mit 25-Punkte-Kapitänen wieder zu hoch ist oder das eigene Team zu viele unerfahrene Spieler umfasst. Klar sollte man nicht die ganze Zeit auf Stufe II bleiben, denn man lernt nur wenig, und ab einem gewissen Grad wird man zum Robbenklopfer. WG mag bestimmt auch keine Türsteher für neue Spieler. Trotzdem kann es hin und wieder recht erfrischend sein, von den höheren Stufen hinabzusteigen und etwas Chaos pur zu erleben. Und was wäre da besser als ein Zerstörer? Nur kommt dann wieder das zum Tragen, was im Wiki schon angemerkt wurde: Was hätte sie als Meme-Boat doch für ein Potential gehabt!?! Gebt ihr ihre Sekundärgeschütze, meinetwegen mit Umikaze-Reichweite, 1000 Schaden und langsamem Nachladen, dann auch mit Flak-Option, damit sie das Flugzeug der Katori abschießen kann, und schon hat man besondere Erlebnisse, wenn man versucht, Nahkampfexperten und Flugzeugabschüsse zu sammeln. So ist die Tátra nur eins: schnell. Nämlich schnell unterwegs, schnell schießend, schnelle Torpedos werfend und leider auch schnell durch.
  2. Da so gut wie alle Aufträge und Event-Dinger immer erst ab Stufe V erledigt werden können, frage ich mich im Voraus ob es irgendwelche besonders guten Standard-Schiffe bei Stufe I bis IV gibt, die es zu behalten lohnt.
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