Vor allen Dingen sind die Torpedoflieger bei einer ausgebauten Myogi dann weg. Torpedos abwerfen tun sie, heim fliegen nicht mehr. Die Wyoming habe ich nicht gespielt, nur gegen sie. Ich schätze das Hauptproblem ist folgendes: Als Japan Anfänger kommt man also frisch von seiner Kawachi wenn man auf Schlachtschiffe geht (und mal ehrlich, wer macht das nicht? Naja, die torp DDs möglicherweise). Davor hat man respektive mit Chikuma (Kanonenverdopplung durch Hüllenupgrade) und Tenryu (Torpedowerfer) rumgeballert. Man hatte also Erwartungen. Man merkt schon bei der Kawachi das langsam und begrenzte Reichweite nicht wirklich zusammen passen, dank ihrer Feuerkraft, Nachladegeschwindigkeit und roher Brutalität räumt sie aber mit DDs und Kreuzern gut auf, Torpedos sind zwar ärgerlich aber selten fatal. Man holzt sich durch. Notreperaturen inklusive. Kritisch sind Schlachtschiffe mit größerer Reichweite, aber so langsam ist sie ja nicht, wenden ist natürlich so eine Sache.
Und dann bekommt man die Myogi und die Lernkurve steigt um gefühlte 90 Grad an. Ja, ich habe gestaunt. Ich habe sie gehaßt. Wenn man nicht immer am Kartenrand hängen bleiben würde
Geschützturmausrichtung will geplant sein. Wie die hat nur 3 Kanonen? Sind 356mm Kanonen. Die Wyoming hat zwar 6 Kanonen, die sie auch in einer Breitseite komplett einsetzen kann, aber 305mm. Das ist ein Unterschied. Ein gewaltiger sogar. Die Wyoming schießt ~13km. Die Myogi erstmal 15. Erstmal. Dann ausgebaut 18. Mit Spähflugzeug wird es richtig dämlich, auch für die Nebler.
Ja, ich weiß, die Kanonen drehen extrem langsam, das kommt daher das sie extrem schwer sind. Zudem werden Neueinsteiger durch die Kawachi mit beidseitig montierten Türmen unwissentlich verwöhnt, der Umstieg ist also besonders hart. Für den Nahkampf ist das Schiff nichts. Das ist ebenfalls hart. Es ist dafür da außer Reichweite zu bleiben und den Gegner zu beharken. Zielen ist anspruchsvoll. Einmal weil die Türme so langsam drehen, zum anderen wegen der extremen Reichweite ist vorhalten nicht wirklich einfacher, besonders wenn die Gegner sich nicht in der vorherberechneten Bahn bewegen. Und die geringe Anzahl der Türme und die lange Nachladezeit machen es nicht eben einfacher. Außerdem streuen die Kanonen bei der Entfernung ziemlich, wobei ich mir nicht mal so sicher bin ob das nun gut oder schlecht ist. Einerseits möchte man einen Probeschuß abgeben um zu sehen ob man richtig liegt, andererseits wäre eine volle Salve flächendeckender. Man fängt also mit Probeschüssen an, bis man ein Gefühl für die Kanonen bekommt und geht dann später zu Salven über.
Eine gut bediente Myogi ist ein formidabler Gegner, wegen der Reichweite und der schweren Geschütze gerade für größere Schiffe, Schiffe die wenden (oder hängen bleiben) ein sicheres Todesurteil. Man muss schon ein wenig Opportunist sein. Von Rangeleien mit DDs oder Nahkämpfen mit Kreutzern sollte man sich aber tunlichst hüten. Und da liegt der Hund begraben.
Bei einem Duell Myogi gegen Wyoming würde ich mein Geld auf die Myogi setzen. Selbst die Anfangsgeschwindigkeit ist der der einer upgegradeten Wyoming überlegen. Sie hat eine überlegene Reichweite und panzerbrechende Geschosse dieser Größe können gerade auf einem Schlachtschiff verheerende Schäden anrichten. Wer unbedingt will, darf sie natürlich auch einfach langsam (aber sicher) abfackeln. Oder sie erst in brand stecken und dann zerlegen. Hat schon seinen Grund warum zwei Geschütze hinten sind.
In der Schlacht hat man natürlich nicht immer diese Zeit und es ist chaotisch. Das kann einem schnell zum Verhängnis werden. Keine Einzelaktionen. Die Myogi ist Artellerie und operiert am besten gaaanz von hinten hinterm Flottenverband. Dann klappts auch mit den DDs. Schlecht wenn der Flottenverband weggeschlossen wird. Aber das Schiff kommt öfter nach hause als andere.